HUMANIST
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an-animal-studies.org

Kritische Human-Animal-Studies

Einleitung

Human-Animal-Studies beinhalten inter- und transdisziplinäre Forschungen, d.h. sie umfassen und integrieren methodologisch-analytische und multiperspektivische Zugänge und Befunde aus Religion und Philosophie, Geschichte und Altertumswissenschaften, Soziologie und Soziobiologie, Psychologie und Psychoanalyse, ebenso wie Gegenwartsanalysen aus Literatur, Kunst und Populärkultur, sowie Untersuchungen zu Auswirkungen gegenwärtiger Mensch-Tier-Verhältnisse auf Politik, Gesellschaft, Bildung und Kultur, Ökonomie und Ökologie bis hin zu integrativen Diskursen mit Erkenntnissen aus Neurowissenschaften und Medizin. Human-Animal-Studies machen diese Erkenntnisse für die eigene Forschung fruchtbar und spiegeln diese wiederum auf andere Disziplinen und gesellschaftliche Bereiche zurück.

Humanismus macht ein Nachdenken über "das Tier" erst möglich - zugleich verlangt dieses Nachdenken unweigerlich eine Positionierung des Menschen nicht nur zu den Tieren und der unbelebten und belebten Mitwelt, sondern in erster Linie zu sich selbst.

Kritische Human-Animal-Studies unterstützen und fokussieren diese kritisch-reflexive Haltung ohne jedoch zwingend in programmatische Forderungen nach Konsequenzen wie Veganismus und Tierrechte zu münden. Im Vordergrund kritisch-reflexiver Human-Animal-Studies steht das Erkenntnissinteresse und die Erforschung, d.h. die Beschreibung und Analyse von Mensch-Tier-Verhältnissen unter besonderer Berücksichtigung des (forschenden) Subjekts und seiner unauflösbaren Verstrickungen in Mensch-Tier-Interaktionszusammenhänge.


Zielsetzung

In Abgrenzung zu einem zunehmenden Forschungsinteresse an Fragen der Mensch-Tier-Beziehung sollen hier also kritisch-reflexive Human-Animal-Studies figuriert und fortgeschrieben werden.

Beabsichtigt ist eine Vernetzung von Wissenschaftlern, die in historischer und/oder aktueller Perspektive - ohne eine vorgegebene paradigmatische Ausrichtung - zur Mensch-Tier-Beziehung forschen und ihre Ergebnisse im Rahmen von Fachpublikationen, Konferenzen, Workshops und dergleichen verbreiten, diskutieren und teilen möchten.

Denkbar wäre auch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins oder eines wissenschaftlichen Instituts mit dem Ziel kritische Studien zur Mensch-Tier-Beziehung zu initiieren und zu fördern sowie das Denken über die Mensch-Tier-Beziehung anzuregen und Bestrebungen darum in Gesellschaft, Kultur und Politik zu unterstützen.

 
Kooperation

Für eine Kooperation kommen ausschließlich wissenschaftliche Institute, Stiftungen oder Bildungseinrichtungen in Frage. Bitte richten Sie Ihre Anfrage an: thomas.schwarz@uni-duisburg-essen.de




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